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Sommerhitze und kühles Nass beim 35. Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln

34 Grad und es wird noch heißer … so oder so ähnlich hätte der Slogan des 35. Gerolsteiner Brückenlaufs des ASV in Köln am vergangenen Sonntag lauten können. Die Sonne strahlte wie verrückt auf die Stadt am Dom und so war es klar, dass bei dieser Veranstaltung neben dem Laufen vor allem eines viel getan wurde: Getrunken!

Sonntag, 8:30 Uhr: Als ich in Köln ankomme, ist es schon um diese frühe Uhrzeit ziemlich warm. Der Startschuss des Laufs fällt erst um 10, doch bereits jetzt sind jede Menge Läufer im Startbereich des 35. Gerolsteiner Brückenlaufs des ASV Köln und füllen ihre Wassertanks auf. Das Motto des Tages: Viel trinken und lieber gemächlich laufen, als neue Rekorde zu brechen!

Bei 30 Grad im Schatten wird das Laufen für Hobbyläufer schnell zur Qual – ich persönlich laufe im Sommer nur in den frühen Morgenstunden, da ich die Hitze absolut nicht vertrage. Im letzten Jahr habe ich mal einen meiner langen Läufe (30 Kilometer) verschlafen und bin statt um halb sechs erst um acht Uhr morgens losgelaufen … mit dem Ergebnis, dass ich gegen halb 12 völlig fertig zuhause ankam und den Lauf selbst auch nicht sonderlich genießen konnte. Umso mehr Respekt habe ich vor den rund 3.000 Läufern, die hier heute an der Startlinie stehen und bereit sind, sich nicht nur ihrem größten Feind – der Zeit – sondern auch der glühenden Sonne über Köln zu stellen. Neben der Hauptdistanz über 15,4 Kilometer gibt es auch den Staffelwettbewerb, die Kurzstrecke über 6,5 Kilometer und den Kinderlauf zu Gunsten der Kinderkardiologie der Uniklinik Köln.

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Für mich heißt es leider heute nur anfeuern und Fotos machen, denn momentan darf ich keinen Ausdauersport treiben. Beim Blick in die vorfreudigen Gesichter der Teilnehmer kommt daher ganz viel Wehmut auf, die ich mit einer Runde auf dem Veranstaltungsgelände an der Schokoladenfabrik abzuschütteln versuche. Hier hat Gerolsteiner ein paar tolle Angebote aufgebaut: Eine Recharge Area, wo man vor dem Start nochmal die Füße hochlegen und sein Handy aufladen kann, zwei Fotoboxen für das perfekte #runwithasmile-Erinnerungsfoto (das man sich übrigens unter diesem Link herunterladen kann) sowie jede Menge Wasser für die trockenen Kehlen. Ich entdecke die liebe Sandra Mastropietro, die heute selbst an den Start geht, und die Hahner-Zwillinge Lisa und Anna, die eigentlich gleich für ein Interview auf die Bühne müssen, aber trotzdem noch Zeit für ein Erinnerungsfoto mit Sandra und mir haben. Die beiden sind einfach absolute Goldstücke und sowas von nett – da wiederhole ich mich gerne immer wieder ;-) Ich habe die beiden ja bereits bei meinem Kollektionsshooting bei adidas sowie beim #boostberlin Event kennengelernt und war dennoch überrascht (und natürlich happy), dass die Mädels mich direkt wiedererkannt haben; denn selbstverständlich ist das ganz sicher nicht, wenn man ständig Dutzende fremde Menschen trifft!

Vor dem Start weist Tom Bartel, ARD-Kommentator und Mitglied des ASV, noch einmal gezielt darauf hin, dass es heute nicht unbedingt um die neue Bestzeit gehen sollte, sondern man seinen Lauf an das Wetter anpassen sollte. Hier klatsche ich ganz besonders laut, denn manche Läufer vergessen ob des eigenen Egos ja gerne doch mal ihre Gesundheit – hier konnte ich ja noch nicht ahnen, dass die Kölner tatsächlich ziemlich körperbewusst laufen und sich (zumindest teilweise) nicht allzu sehr selbst stressen würden.

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Als der Startschuss um zehn Uhr fällt, stehen Anna und Lisa natürlich in der ersten Reihe und pesen ruck zuck an mir vorbei. Ein mindestens zehnminütiges Klatschen erfüllt die Gasse, denn so lange dauert es ungefähr, bis alle Starter die Startlinie überquert haben und den Slogan des Laufs „Mein Köln. Mein Lauf.“ in die Stadt hinaus tragen. Bei mir macht sich eine Gänsehaut breit und wieder wünsche ich mir, ich könnte mitlaufen. Aber für Trübsal blasen bleibt keine Zeit, denn so schnell wie möglich hefte ich mich an die Masse aus Läufern, die direkt die erste Brücke – die Severinsbrücke – überquert. In Deutz geht es eine Weile am Rhein entlang, bevor sie die erste Wasserstation bei Kilometer 4 erreichen und dann frisch gestärkt die Hohenzollernbrücke erreichen. Das Bild für die Zuschauer ist grandios: Tausende Läufer, die neben einfahrenden ICEs am Horizont entlang zu schweben scheinen!

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Ganz so einfach, wie es von hier unten aussieht, ist es allerdings nicht – das wird klar, als die Läufer an der Philharmonie vorbeilaufen und den Zuschauern unten am Rheinufer wieder ganz nah sind. Hier, bei Kilometer fünf, entdecke ich schon viele von der Hitze und der Anstrengung gezeichnete Gesichter, auf denen sich allen Widrigkeiten zum Trotz ein glückliches Funkeln in den Augen oder ein Lächeln abzeichnet. Die meisten laufen weiter – wenige huschen unter der Absperrung hindurch und steigen aus, weil sie der Hitze nicht gewachsen sind. DNF (did not finish) möchte kein Läufer gerne neben seinem Namen in der Teilnehmerübersicht sehen – doch meines Erachtens erfordert es mehr Mut, seinem innersten Gefühl folgend aufzugeben, als dem Runners High folgend in irgendeine Verletzung oder den völligen Zusammenbruch hineinzulaufen. Vernunft siegt eben immer!

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Bis auf die wenigen Aussteiger macht sich die Masse, angeführt von Lisa und Anna, nun auf in Richtung Zoologischer Garten. Über die Mülheimer Brücke geht es nach Mülheim, wo neben der zweiten Versorgungsstation auch das geniale Refresh-Tor von Gerolsteiner auf die Läufer wartet. Von hier aus sind es nur noch fünf Kilometer bis zum Ziel und das Wasser, das aus dem Tor auf die Läufer herunter gesprüht wird, wird hocherfreut angenommen. Einige bleiben darunter stehen und genießen, andere springen fröhlich durch den Sprühnebel und laufen energetisiert weiter. Wasser ist heute definitiv der Star des Tages!

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Ich bin vom Herumgerenne und fotografieren in der Sonne völlig nassgeschwitzt und leide mit den Sportlern, die sich über die letzten Kilometer quälen. Das Siegerfeld ist bereits im Ziel und die Läufer, die ich jetzt noch anfeuere, sind schon gute eineinhalb Stunden auf der Strecke. Einige gehen, andere beißen sich durch – aber trotzdem ringen sie sich ein Lächeln ab, wann immer ihnen jemand vom Streckenrand aufmunternde Worte zuruft. Das ist der Spirit, der Laufevents wie den Brückenlauf so einzigartig macht: Jedes Winken und jedes anfeuernde Wort erwecken ungeahnte Kräfte und lässt das Läuferherz höher schlagen!

Die letzte Brücke für heute ist die Deutzer Brücke, von wo aus die Strecke geradewegs zurück zum Start-/Zielbereich führt. Hier werden alle einlaufenden Teilnehmer bejubelt, egal wie kurz oder lang ihre Finisherzeit ist. Nach der Überquerung der Ziellinie gibt es direkt eine Flasche Gerolsteiner Mineralwasser – für nahezu alle Läufer in diesem Moment so viel wertvoller als eine Medaille! Sie stürzen sich förmlich darauf und ziehen dann dankbar von dannen, um zu trinken und sich etwas Wasser über den glühenden Kopf zu gießen. Der letzte Finisher an diesem Tag trifft kurz nach Streckenfreigebung ein – mehr als zwei Stunden hat er gebraucht, und doch ist ihm die gute Laune nicht aus dem Gesicht gewichen. #runwithasmile  – ja, das können sogar die letzten!

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Aber natürlich grinsen auch die, die als erste ins Ziel eingelaufen sind: Bei den Frauen waren das Anna Hahner, die nach unglaublichen 55:26 Minuten ins Ziel kam, ihre Schwester Lisa nach 57:17 und Sarah Kistner nach 58:11. Der schnellste Mann war mit 52:28 Dominik Fabianowski.

Lisa verrät übrigens, dass sie an einem normalen Trainingstag bis zu 5 Liter Wasser trinkt – und an diesem Morgen schon um die 1,5 Liter intus hatte. Kein Wunder, dass sie nach den 15 Kilometern aussieht, als wäre sie gerade erst aus dem Haus gegangen.

Falls ihr mitgelaufen seid, findet ihr auf der Gerolsteiner-Webseite weitere Bilder von euch.

Für mich geht es nun zurück nach Hannover, mit jeder Menge Eindrücken und dem Wissen: Im nächsten Jahr bin ich auch dabei, wenn der Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln wieder die Stadt am Rhein erobert!

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In erfrischender Zusammenarbeit mit Gerolsteiner

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