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Von Tights, Tops und Sportschuhen – gibt es eine schönere Sucht?

Ich hoffe ja, dass ich nicht ganz alleine da stehe, wenn ich mich jetzt als absolut Sportklamotten-Süchtige oute! Bevor ich mir ein Paar Pumps kaufe, hole ich mir eher drei Paar Turnschuhe. Statt einen Wintermantel im Sale zu ergattern, bestelle ich online lieber fünf reduzierte Sportshirts. Und auf run Partykleid in meinem Schrank kommen mindestens 5 Tights. Kurz: ich habe mehr Sportsachen als normale klamotten.

Ja, das ist sicher nicht normal. Wo andere Mädels einen Schuh- oder Taschentick haben, erfreue ich mich an Fitnessoutfits und kann gar nicht genug davon bekommen. Neingelb, mit kunterbunt oder ohhhhh ein neues Muster! Irgendwas braucht man ja immer.

Meine “Sucht” entstand ein paar Monate nach meiner Ernährungsumstellung und dem Wandel zu einem sportlichen Lebensstil vor gut drei Jahren, also noch bevor ich meinen Blog gestartet habe. Es war ein tolles Gefühl, sich nicht mehr unter schlabberigen Shirts und weiten Sporthosen verstecken zu müssen und so kaufte ich und kaufte ich. Und irgendwann zwischen der ersten und dritten Nike Tight war dann die “Sucht” geboren. Ich konnte gar nicht genug bekommen von den bunten, schicken Teilen und so ist es irgendwie passiert, dass ich mittlerweile fast mehr Sportklamotten habe als Alltagsoutfits. Verrückt, oder? Aber tatsächlich fühle ich mich in Sportsachen am wohlsten – weil ich sie eben immer trage, wenn ich mich bewege und auspowere und danach so super-glücklich bin. Sportsachen sind meine Gute-Laune-Kleidung, egal wo ich bin und ob ich vorher traurig, wütend oder enttäuscht gewesen bin. Mit Laufschuhen an den Füßen sieht die Welt gleich anders aus!

Auch wenn ich das große Glück habe, dass ich durch meinen Blog immer wieder das ein oder andere Teil oder einen neuen Schuh zum Testen bekomme, so muss ich mit eingezogenem Kopf doch zugeben, dass 80% meiner Sportgaderobe selbst gekauft ist und dass sich deshalb locker ein gebrauchter Kleinwagen in meinem Ankleidezimmer befindet. Ich mag mir eigentlich gar nicht ausrechnen, wie viel Geld da in Form von Turnschuhen, Sneakers, Tights oder Sportaccessoires herumliegt. Andererseits: Andere Leute verrauchen im Laufe ihres Lebens einen Sportwagen, und das ist noch nicht mal ein gesundes Hobby. Es gibt wirklich deutlich schlechtere Wege, sein Geld auszugeben, würde ich jetzt mal behaupten (auch um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen).

Mein Kopf weiß natürlich, dass man irgendwann genug Sportsachen hat und nun wirklich nicht die 30. kaufen muss, nur weil sich das Muster ein klein wenig verändert hat oder die pinke Aktzentfarbe um ein paar Nuancen abweicht. Aber habt ihr mal versucht, vernünftig zu bleiben, wenn ihr in der Sportabteilung steht oder im Internet euren Lieblingsshop durchstöbert? Eben. Mit Klamotten ist es wie mit der Liebe, da ist es völlig egal, ob es Fitness-Outfits sind oder Jeans, Pullis oder Kleider für den Alltag.

Und dann gibt es ja noch die richtig fiesen Aktionen für Suchtis wie mich: limitierte Kollektionen! Von NIKE gibt es regelmäßig limitierte Tights mit passendem Bra und oft gibt es dann auch noch passende Schuhe dazu. Besitzt ihr zufällig eines dieser schicken Stücke? Bei mir nahm das Unheil mit der ersten in Deutschland erhältlichen Tight of the Moment seinen Lauf – eine Kollektion, die noch dazu nach wenigen Tagen aus dem Verkauf genommen wurde und damit jetzt so richtig “wertvoll” ist. Tja, und seitdem giere ich nach immer neuen limitierten Hosen, zu denen es dann gerne auch der passende Bra sein darf. Zu meiner absoluten Lieblingstight – der lilafarbenen Magical Kaleidoscope – habe ich mir sogar die Roshe Run Sneaker und die Studio Wraps gegönnt! Ihr könnt euch vorstellen, dass sich dadurch ein riesiges Loch in meinen Shopping-Fond gebrannt hat, aber ich freue mich noch heute so über die Teile, dass ich diese Ausgabe nicht bereue. So lange ich keine Kinder habe und mein erarbeitetes Geld nahezu zur freien Verfügung für mich allein habe, geht sowas auch mal.

Nicht destotrotz ertappe ich mich in letzter Zeit dabei, auch mal etwas vernünftiger zu denken und nur noch jedes zweite Sportteil zu kaufen, das mir gefällt 😉

Wie seht ihr das? Gebt ihr auch gerne Geld für Sportklamotten aus, oder was ist euer Laster?

Hat euch dieser Post gefallen? Ich freue mich darüber, wenn ihr ihn liked und mit euren Freunden teilt!

kolumne-klamotten

4 Comments

  1. Markus

    19. January 2015 at 13:48

    Laufschuhe kann ich auch nie genug haben. Aber die verschleißen ja auch ,)
    Bei Klamotten bin ich eher funktionell aufgestellt und nicht soooo optisch. Daher hält sich des bei mir auch in Grenzen

  2. Bettina

    20. January 2015 at 20:26

    Mir geht es ähnlich wie dir. Anfangs habe ich im ‘Schlabberlook’ gesportelt. Aber als ich dann merkte, dass Sport mehr ist als eine Pflicht, sondern ein neues, tolles Hobby und die ersten Pfunde purzelten und ich neue Sachen brauchte, wollte ich dann Funktionskleidung. Und so entdeckte ich die große Welt von Nike und Co. ;). Anfangs war das auch alles okay und im Rahmen, schließlich muss man ja genug Wechselklamotten haben ;D. Mittlerweile habe ich allerdings genug Tights und Tops, um eine Weile nicht mehr zwingend waschen zu müssen. Besonders den Aspekt des Wohlfühlens unterschreibe ich.

    Also, ja. Ich hab auch mehr, als ich brauche. Aber was soll’s ;). Gibt schlimmere Hobbys. Und ich muss sagen, ich erfreue mich tatsächlich bei jedem Tragen meiner Schuhe, Tights oder auch Tops ;).

  3. Kiki

    20. January 2015 at 20:49

    Das Problem habe ich auch. Und obwohl man sich zusammenreißen will, kommt die nächste Versuchung um die Ecke

  4. patricksalm

    21. January 2015 at 20:00

    so geht es mir auch Markus. Meine Laufschuhe werden auch immer mehr. Auf jeden verschlissenen Schuh kommen immer einige neue Modelle 🙂

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