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Nike We Run Amsterdam Womens 10k 2015 – Zwischen Grachten und Ballons

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Knapp 6.000 Mädels, ebenso viele orange-strahlende T-Shirts, ein bunt erleuchtetes Olympiastadion und ein Lauf vorbei an Grachten und Sehenswürdigkeiten – das war der Nike We Run Amsterdam 2015!

Bereits im dritten Jahr in Folge mache ich mich am frühen Samstagmorgen auf dem Weg in die Niederlande, um die Nike Womens Run Saison zu eröffnen. Bei der Ankunft in Amsterdam begrüßt mich Regen – kein Vergleich zu den super-sommerlichen Temperaturen des WOTN Amsterdam 2014. Deshalb flüchte ich mich auch zunächst in unser traumhaftes kleines airbnb-Appartement in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, das vom Sofa einen wunderschönen Blick auf die Gracht vor dem Haus bietet. Kurz ausruhen, schonmal die Klamotten für das Rennen am Abend herauslegen und dann – pünklich zum Abklingen des Regens – geht es raus in die Stadt, um die Umgebung zu erkunden.

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Erst am Abend stoppen wir wieder an unserer Wohnung, und das auch nur, damit ich mich in mein Race Outfit schwingen kann. Der Weg vom Hauptbahnhof Amsterdam Centraal bis zur Eventlocation, dem Olympiastadion, ist mit Bus oder Straßenbahn eine knappe halbe Stunde lang – begleitet von Sonnenschein und jede Menge anderer Läuferinnen, die in ihren leuchtend orangefarbenen T-Shirts sofort erkennbar sind, vergeht die Fahrt wie im Flug. Ich bin ziemlich nervös, denn bedingt durch Verletzung und meine extrem hartnäckige Rippenfellentzündung, die ich nun schon seit knapp zwei Monaten mit mir herumschleppe, bin ich schon länger keine 10 Kilometer mehr gelaufen. Einerseits denke ich mir: Ach was, das wird schon, schließlich bin ich schon weitaus längere Strecken gelaufen. Andererseits meckert mir das Teufelchen ins Ohr, dass ich zur Zeit dieser längeren Strecken auch bestens im Training war. Obwohl diese Zweifel durchaus berechtigt sind, verflüchtigen sie sich ganz schnell, als ich am Olympiastadion ankomme: Tausende gutgelaunte Mädels stürmen ins Stadion hinein, und ich mit ihnen.

Die Location ist mal wieder atemberaubend – wer außer Profiathleten läuft schon mal offiziell in einem so bekannten Stadion? Nike hat sich für die überwiegend weiblichen Starterinnen (ja, auch Männer haben sich eingeschlichen – im orangefarbenen Laufshirt und mit Faschingsperücke auf dem Kopf sind einige von ihnen dabei, um ihre Freundinnen zu unterstützen!) mal wieder ein paar schöne Ideen einfallen lassen. Es gibt eine “betterforit”-Wand, auf der jeder sein Ziel mit bunter Kreide festhalten kann. Wer sich vor dem Lauf noch etwsa aufhübschen lassen will, der kann sich frisieren lassen – pinker Farbe für die Haare inklusive! Direkt daneben geht es fröhlich an glitzernde, bunte Gesichtsbemalung. Ich ärgere mich tierisch, dass ich so spät dran bin, denn für das leuchtende Make-Up und die pinke Haarfarbe hätte ich mich sofort begeistern können! Ebenfalls schöner machen sollen die Metallic-Tattoos, die man sich im Nachbarzelt auftragen lassen kann. Ansonsten gibt es noch ein paar “Futterbuden”, die leckere gesunde Proteinkugeln und Erfrischungsgetränke bereithalten.

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Ich schmeiße mich in mein schnell abgeholtes, hübsches Race Shirt und geselle mich zum Warm-Up, das um Punkt 21 Uhr startet. Zu Musik und nach der Anleitung von den niederländischen Nike Mastertrainern wird gesprungen, gedehnt und gesprintet. Und dann wird es auch schon ernst! Wir werden hinaus geleitet auf den Platz vor dem Stadion, wo wir uns in die verschiedenen Startwellen einreihen. Ich platziere mich in Reihe 4, mit dem Bewusstsein, meinen immernoch nicht ganz fitten Körper nicht zu überanstrengen. Irgendwo, vermutlich ein ganzes Stück weiter vorne, stehen Maggie und ihre Mädels vom Club der Töchter Köln und auch ein paar Berliner Töchter sind hier. Die Stimmung ist grandios und immer wieder starten einzelne Wellen, bis auch ich mich um 21:30 Uhr endlich auf die Laufstrecke wagen darf!

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Es geht ganz gemütlich an der Gracht am Stadion entlang, dann über gesperrte Straßen hinein in den Vondelpark. Hier warteten im letzten Jahr Stripper auf uns – heute sind es nur Wasserbecher, die mir und vielen anderen Mädels in diesem Augenblick aber auch mehr als Willkommen sind. Bereits nach zwei und drei Kilometern gehen die ersten und es ist toll zu sehen, wie sehr sich hier alle gegenseitig motivieren. Ich feuere ein paar Mädels an, die frustriert am Rande der Strecke entlanggehen und direkt vor mir umarmt ein Mädchen ein anderes, das offenbar auch schon jetzt völlig aus der Puste ist. Bereits während dieser ersten Kilometer wird klar, dass es vielen hier nicht auf Schnelligkeit ankommt, sondern darauf, über sich selbst hinauszuwachsen und die 10K zu bezwingen, egal wie. Und dabei haben sie Spaß und achten aufeinander!

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Mal ganz abgesehen von der guten Stimmung, die meine Zweifel und das kleine Teufelchen komplett aus meinen Gedanken geworfen hat, besticht der We Run Amsterdam vor allem durch die wunderschöne Laufstrecke zwischen dem Rijksmuseum und der Prinsengraacht. Das hell erleuchtete niederländische Nationnalmuseum am Museumplein, durch das wir johlend stürmen, verpasst mir einen neuen Energieschub. Hier schlendern tagsüber Touristen entlang und bewundern Exponate aus Kunst, Handwerk und Geschichte – jetzt ist das Gelände ganz in Läuferhand. Fünf Kilometer sind bereits geschafft – halfway to go! Durch eine Gasse von Touristen laufen wir nun an der Gracht entlang, in deren Wasser sich die Straßenlaternen spiegeln. Eine absolute Gänsehaut-Atmoshpäre!

Nun geht es zurück zum Vondelpark, wo uns vor allem die Helfer anfeuern. Bei Kilometer acht merke ich langsam, dass meine Beine am liebsten streiken würden und auch der Atem wird knapp. Ich überlege kurz, ein paar Schritte zu gehen, entscheide mich dann aber dagegen und beiße die Zähne zusammen. Ich ermahne mich, langsamer zu laufen, um meinen Körper nicht allzu sehr zu stressen, doch wie das dann mit dem Blick aufs Ziel so ist – egal wie leer die Batterie ist, auf den letzten hundert Metern muss ich einfach nochmal Gas geben!

Der Einlauf ins Olympiastadion ist phänomenal und ich kann ein Grinsen nicht unterdrücken. Noch eine halbe Runde im Stadion und dann taucht es schon vor meinen Augen auf: Das Ziel! Zwischen strahlenden, keuchenden Mädels lasse ich mich ans Geländer hinter dem Zieleinlauf sinken und genieße den Augenblick. 10 Kilometer geschafft – und das ganz ohne Training! Wie schön, dass mein Körper trotz der langen Trainingspause offenbar doch noch ein paar Ausdauerreserven locker machen konnte – auch wenn ich beim nächsten Mal definitiv lieber vorher ein paar Vorbereitunghsläufe absolviere 😉

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Statt einer Finisher Medaille gibt es beim We Run Amsterdam ein Armband, das die Designer von The Boyscouts entworfen haben. Wie bereits im letzten Jahr die Kette, zieht dieses Schmuckstück durch seine eckige Form eine Verbindung zur Stadt Amsterdam und ihren Kanälen – eine superschöne Erinnerung an diesen Lauf!

Im Anschluss an das Rennen bleibt auf dem Eventgelände leider nicht mehr so viel zu trun. Einige Mädels feiern tanzend ihren Sieg und bunte Bälle werden durch die Menge geworfen – andere ziehen sich nur schnell etwas warmes über und machen sich auf den Heimweg. Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen uns Läuferinnen immer noch ein Konzert erwartete, legen heute nur DJs auf. Generell muss ich sagen, dass das Event verglichen mit den beiden Vorjahren ein wenig enttäuscht hat. Auf der Strecke fehlten die bunten Lichtinstallationen und Überraschungen, mit denen ich gerade in Amsterdam fest gerechnet hatte. Auch die Goodie-Bag, die ich aus London und Berlin kannte, fehlte.

Mein Fazit: Es war ein toller Lauf mit einer fantastischen Strecke durch Amsterdam und einem Highlight-Zieleinlauf – wer zum ersten Mal bei We Run Amsterdam dabei gewesen ist, der wird das Event als grandiosen Frauenlauf erlebt haben! Wer jedoch noch die We own the Night Läufe kennt, der war vermutlich etwas enttäuscht – hoffen wir also, dass Ams in 2016 wieder richtig rockt, denn die Stadt ist in jedem Fall einen Kurztrip wert!

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Beim We Run Berlin am 20. Juni 2015 wird übrigens ein Konzert geboten – und zwar mit niemand geringerem als Icona Pop! Darauf freue ich mich schon riesig und ich bin mir sicher, dass wir dort einen mega-mega-tollen Abend haben werden (so viel wurde mir nämlich seitens Nike schon zugeflüstert: Berlin wird ein absolutes Highlight)!

Wenn ihr noch nicht für den We Run Berlin in der Hauptstadt angemeldet seid, dann könnt ihr das hier nachholen: We Run Berlin Anmeldung.

Und hier kommt mein kleines FMA-Video vom meinem Wochenendtrip nach Amsterdam – inklusive ganz vielen Impressionen vom We Run Amsterdam und der schönen Stadt Ams!

7 Comments

  1. simone

    19. May 2015 at 13:28

    Hallo Jenny,
    Toller Bericht !!! Auch wir sind in Amsterdam gestartet und hatten etwas mehr erwartet

  2. Sarah

    19. May 2015 at 14:54

    Ich hab gerade Hotel und Bahnticket für Berlin gebucht und freu mich jetzt noch viiiiiieeeel mehr! We run Berlin! 😀

  3. Redaktion

    Jenny

    19. May 2015 at 15:30

    Hallo Simone, schade dass wir uns in Ams nicht gesehen haben! Ich war leider so extrem spät dran und habe gar keine deutschen Töchter erspäht 🙁 Ja, nach 2013 und 2014 hatte auch ich mehr erwartet. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Wochenendausflug mit einer sehr schönen Laufstrecke!

  4. Redaktion

    Jenny

    19. May 2015 at 15:31

    Jippieh, sehr cool Sarah! Dann sehen wir uns in Berlin!

  5. Simone

    19. May 2015 at 15:58

    Ja wirklich schade das wir uns nicht gesehen haben…Wir waren auch vom Race pack enttäuscht, da hat Nike ja dieses Jahr ganz schön an den “normalen” Läuferinnen gespart und dafür aber die “VIP’s” reichlich beschenkt !!!

  6. Redaktion

    Jenny

    19. May 2015 at 16:41

    Echt? Das mit den VIPs habe ich gar nicht mitbekommen! Was hatten die denn noch bekommen?

  7. Simone

    19. May 2015 at 18:07

    Musst du mal bei Instagram schauen.. Noch nen Nike Shirt, ne Tasche, ne Auswahl von Rituals und was von Asos

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