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Wieso Strom schlank macht: EMS-Training

Schlank mit Strom? Für Leute, die eher wenig Zeit für Sport haben und sich auch nicht bis zur völligen Erschöpfung im Fitnessstudio austoben möchten, wurde das EMS-TRaining erfunden. EMS steht für Elektrostimulationstraining, kurz: Stromstöße, die unsere Muskeln stimulieren sollen. Kann das funktionieren? Und wie fühlt sich das wohl an?

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Was ist das EMS-Training eigentlich?

EMS-Training wird als extrem effektiv beschrieben, da lediglich zwei Mal in der Woche ein Zeitaufwand von 20 Minuten erforderlich, um das gewünschte Muskelwachstum zu erzielen. Der Reizstrom, der bei der  elektronischen Muskelstimulation, auf die Muskeln geschickt wird, bewirkt eine natürliche Kontraktion der Muskeln von außen und erreicht auch tieferliegende Muskelschichten.

Wie funktioniert das EMS-Training?

Nachdem ihr in einen kurzen Anzug gestiegen seid, an welchem die Elektronen befestigt sind, kann das Training schon losgehen. Ihr benötgit keinerlei Hilfsmittel wie Hanteln oder einen Step – es wird auch so anstrengend! Durch die Stromimpulse können selbst langsame Kniebeugen oder Sit-Ups die Muskeln innerhalb kürzester Zeit ermüden. Wer spezielle EMS-Tools verwendet, wie ich zum Beispiel für den Bauch und die Beine und den Po, der kann dese Muskelgruppen natürlich exakt ansteuern – gleiches gilt aber auch dafür, wenn ihr euch für ein EMS-Training in einem speziell dafür eingerichteten Studio entscheidet. Beim EMS-Training gibt es immer einen Impuls und eine Ruhezeit. Je nach Studio variieren die Intervalle von lang zu kurz, doch die Pausenzeiten sind in der Regel immer genauso lang wie die Impuslzeiten.

Das EMS-Training in speziellen EMS-Studioketten wie Fitbox beinhaltet auch ein kurzes Workout während der Impulse, bei dem ganz einfach Übungen wie Squats oder Lunges gemacht werden. Wer zuhause mit seinem eigenen Equipment trainiert, der kann ein zusätzliches Workout einbinden, muss aber nicht. Stichwort: EMS ist für Faule *zwinker

Tun die Stromstöße weh oder sind sie gefährlich?

Nein, die Stromstöße tun nicht weh, es sei denn, ihr oder euer begleitender Trainer legt es darauf an. Im schlimmsten Fall „zwiebelt“ es ein wenig, wenn die Impulsstärke zu hoch ist – aber bei korrektem Einsatz von EMS spürt ihr lediglich, wie sich die Muskeln zusammen ziehen, in etwa so wie bei einem harten Bauchmuskeltraining. Die Stromimpulse liegen im Normalfall im niederfrequenten Bereich und aktivieren damit ausschließlich die Skelettmuskulatur und damit weder die Herzmuskulatur oder die Organmuskulatur.

Wie bereits erwähnt, kann die Impulsstärke individuell angepasst werden – vor allem am Anfang fängt man eher niedrig an, um sich an das seltsame Gefühl zu gewöhnen, doch bereits nach den ersten zehn Minuten kann man die Intensität ein wenig steigern. Wie bei jedem Training ist es erstrebenswert, die Schwierigkeit – in diesem Fall durch die Intensität der Stromstöße – zu erhöhen. Doch wie bei jeder anderen Trainingseinheit auch, wirkt sich euer Tagesbefinden auch auf euren Erfolg beim EMS-Training aus. Fühle ich mich mal nicht ganz so fit, muss ich die Stromstärke geringer einstellen als sonst – genauso wie beim Sport, wo ich an einem schlechten Tag vielleicht auch ein, zwei Wiederholungen weniger schaffe.

Wie effektiv ist EMS-Training wirklich?

Es ist nicht zu leugnen, dass EMS-Training bei wenig Zeitaufwand fantastische Resultate vollbringt. Es garantiert einen schnellen Muskelaufbau, Linderung von Rückenschmerzen und das Lösen von Verspannungen. Dennoch wird empfohlen, EMS mit Ausdauersport und Krafttraining zu kombinieren – und da gerate ich an meine Grenzen, denn ich treibe an sechs Tagen in der Woche intensiven Sport, den ich auch nicht missen möchte. Bei einem konsequenten Ganzkörper-EMS-Training werden die Muskeln allerdings so beansprucht, dass man eigentlich ein bis zwei Tage zur Erholung benötigt.
Wer kaum Zeit für seine Fitness hat, für den ist EMS absolut perfekt – wer jedoch gerne viel Zeit in unzählige, verschiedene Workouts investiert, der sollte EMS Training spärlich betreiben, um seinen Körper und die Muskeln nicht zu überfordern.

Ich trainiere immer wieder gezielte Partien des Körpers mit der Elektrostimulation, vor allem wenn ich gesundheitlich etwas angeschlagen bin und nicht zum Sport gehen kann, aber auch, wenn ich nach dem Lauftraining das Gefühl habe, da ginge noch was, aber keine Lust habe, mich jetzt noch ins Fitnessstudio zu hieven. Ja, EMS, ist also definitiv eine gute Sache, wenn man nicht allzu viel Lust auf Bewegung hat – allerdings ist es auch kein Allheilmittel gegen fiese Fettpölsterchen, denn natürlich können wir mit EMS die tiefliegende Muskulatur stimulieren, aber die Fettschicht darüber müssen wir trotzdem mit reichlich Bewegung und einer gesunden Ernährung wegbekommen.

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