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Triathlon-Einsteiger: Welches Rad ist das richtige für mich?

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Du liebäugelst mit dem Abenteuer Triathlon, oder möchtest dein Fitnesstraining um die Ausdauerkomponente Fahrradfahren erweitern? Wenn es dir wie mir geht und das einzige Fahrrad in deinem Besitz das rostende Etwas deiner Oma ist, das dich eigentlich mehr ausbremst als vorwärts bringt, dann habe ich hier ein paar Tipps für deinen anstehenden Fahrradkauf!

Ich muss zunächst gestehen, dass ich immer relativ wenig übrig hatte für das Fahrradfahren – einfach, weil mein Rad so uralt war, dass mich sogar Rentner auf ihren schicken Citybikes überholt haben und ich selbst bergab treten musste, als wäre die Bremse angezogen. Meine erste Begegnung mit einem Triathlon-Rad war dann auf Mallorca, beim IronMan 70.3 in Alcudia. Mit großen Augen bestaunte ich in der Wechselzone die schicken, glänzenden Räder, die wirkten, als könnten ihre Besitzer mit ihnen die Schallmauer durchbrechen. Angeblich waren einige von denen weit über 20.000 Euro Wert! Ich schluckte. Für das Geld bekam man ja locker einen Kleinwagen und eine Traumreise oben drauf.

Natürlich geht es auch günstiger, und es muss gerade für den Einsteig auch kein Triathlon- oder Rennrad sein. Überleg dir also, wie intensiv du dein neues Hobby ausüben möchtest und ob du das Fahrrad eventuell auch noch für den Alltag nutzen möchtest.

Zum Jeder-Mann-Triathlon mit dem Stadtrad

Du möchtest zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Endlich wieder ein Fahrrad, mit dem du gemütlich zur Arbeit oder zur Uni fahren kannst, und außerdem damit an einem Volkstriathlon teilnehmen kannst? Dann bist du mit einem Citybike gut bedient. Achte gerne darauf, dass du eines der leichteren Modelle nimmst, und dass man den Fahrradkorb abnehmen kann. Bedenke: Beim Triathlon zählt jedes Gramm, was auch genau der Grund ist, weshalb die Spitzensportler Tausende von Euros für ultraleichte Räder und schnittige Helme ausgeben. Mehr zu den Vor- und Nachteilen eines Stadrads findest du auf fitforfun.de

Für den Wettkampf (und gerne auch bereits für das Training) solltest du deshalb auch darauf achten, dass du schwere Teile, wie etwa das gute Fahrradschloss oder den Fahrradkorb, abmontierst. Je leichter dein Rad, desto schneller kannst du fahren – auch wenn dir klar sein muss, dass du mit einem Stadtrad nicht gegen die Flitzer auf ihren Renn- oder Triathlonrädern ankommen wirst. Beim ersten Mal geht es aber sowieso vor allem um eines: Spaß!

Wenn du an der Triathlonerfahrung so richtig Blut geleckt hast und von der Sprintdistanz  (etwa 15-20km Radfahren) umsteigen möchtest auf längere Distanzen, solltest du definitiv über ein Zweitrad (Rennrad oder Triathlonrad) nachdenken, denn über solch lange Strecken wird das Radfahren mit dem Citybike viel zu anstrengend!

Preis: Ab 200 Euro bis 500 Euro

Trails und Triathlon: Das MTB

Beim Volkstriathlon sieht man oft auch Mountainbikes – wenn du erstmal nur Interesse an Sprintdistanzen hast und in deiner Freizeit außerdem gerne durch die Natur fährst, dann ist ein MTB genau das richtige für dich. Damit es Triathlon-tauglich ist, solltest du auch hier wieder darauf achten, dass du dir nicht das allerschwerste Modell aussuchst und für den Wettkampf all das abmontierst, das viel Gewicht hat und nicht unbedingt notwendig ist.

Ein Mountainbike ist ein tolles Alltagsrad, mit dem du zur Arbeit, in die Stadt oder durch Schlamm und Wälder fahren kannst. Während des Triathlons wirst du natürlich nicht gegen die Rennräder anstinken können – dafür hast du in deiner Freizeit einen treuen Begleiter, der aboslut jeden Untergrund und jedes Abenteuer mitmacht.

Du kannst dir für den Triathlon auch Laufräder besorgen, sofern dein Mountainbike dafür geeignet ist. Eine aerodynamischere Sitzposition erhälst du, wenn du das Hinterrad eine Größe größer kaufst als das Vorderrad. Der Fachausschuss Technik des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. hat die verschiedenen Sitzpositionen bei Fahrrad-Typen wie Citybike, Rennrad und Co. mit Hilfe von Grafiken sehr anschaulich gegenübergestellt.

Wie auch beim Citybike gilt: Die Sprintdistanz ist okay, möchtest du jedoch längere Distanzen aboslvieren, macht das MTB im Wettkampf keinen Sinn. Mehr über

Preis: Ab 300 Euro bis 2000 Euro

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Freizeit und Rennen: Das Rennrad

Ich habe mir ein Rennrad zugelegt, denn ich wollte in jedem Fall ein leichtes, schnelles Rad haben, mit dem ich aber auch in meiner Freizeit unterwegs sein kann, ohne ständig Angst haben zu müssen, dass das wertvolle Teil einen Kratzer abbekommt. Eine gute Balance zwischen dem günstigen Cityrad und teurem Triathlonrad findet man unter den Rennrädern; diese gibt es nämlich schon zu relativ erschwinglichen Preisen, wenn man nicht gerade das High-Class-Modell nimmt. Für meine regelmäßigen Trainingsausfahrten und erste Wettkampferfahrungen sowie den Weg zur Arbeit genügt mein weißer Flitzer (der übrigens 700 Euro gekostet hat) völlig.

Kleiner Tipp: Lass dich im Geschäft gut beraten. Sofern du beim Kauf zwischen zwei Rahmengrößen schwankst, dann nimm lieber den kleineren Rahmen. Der Internet-Fachhandel fahrrad.de, bei dem du in der Kategorie Rennrad eine große Auswahl einsehen kannst, hat zum Thema Rahmen auf eine hilfreiche Faustformel hingewiesen: “die Schritthöhe des potentiellen Käufers (in cm) wird mit 0,665 multipliziert. Daraus ergibt sich dann der Wert der Rahmenhöhe in Zentimeter.”

Beim Aufrüsten des Rennrads für den Straßenverkehr empfehlen sich ein abnehmbares, elektrisches Licht sowie eine Klingel. Diese kannst du im Wettkampf leicht abmontieren – aber wenn du im normalen Verkehr unterwegs bist, ist sie für deine Sicherheit (und die der anderen) einfach unerlässlich.

Rennräder machen Spaß auf Asphalt – weniger witzig ist es im Wald oder auf groben Schotterwegen. Möchtest du viel in der Natur unterwegs sein, solltest du bedenken, dass die Reifen wesentlich empfindlicher sind als die eines Citybikes oder eines MTBs und du immer einen Wechselschlauch dabei haben solltest.

Preis: Ab 300 Euro bis 2000 Euro

Von 0 auf 100 mit dem Triathlonrad

Du willst es so richtig wissen und bist dir sicher, dass du dem Triathlon noch lange Zeit verfallen sein wirst und möchtest eine Stange Geld in dein neues Rad investieren? Dann kannst du dich natürlich auch direkt für ein Triathlonrad entscheiden. Dieses Fahrrad besticht durch seine verbesserte Aerodynamik und macht dich damit schneller. Außerdem sitzt du auf diesem Rad höher, wodurch deine Beinmuskulatur für das anschließende Laufen geschont wird –  ein erfolgreicheres Rennen ist so schon fast garantiert.

Ein teures Triathlonrad wirst du eher selten im Alltag ausführen – damit zur Arbeit zu fahren oder zum Einkaufen provoziert Diebe schon fast. Besorge dir in jedem Fall eine Versicherung (Achtung: Hier gelten spezielle Bedingungen, z. B. dass das Rad an einem Ständer angeschlossen sein muss oder es nur unter Verwendung eines bestimmten Schlosses versichert ist – erkundige dich genau!). Außerdem ist das Rad sicherlich “zu schade” für den Alltagsverschleiß.

Tipps zur Auswahl eines Triathlonrads für Einsteiger findest du im Triathlonmagazin unter triathlon.de.

Preis: Ab 1000 Euro, die besseren (empfehlenswerteren) Varianten beginnen ab 1500 Euro und steigen wie oben bereits erwähnt ins Unendliche.

Egal für welches Rad du dich entscheidest: Ein Helm dazu ist Pflicht!

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Radeln!

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